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Bewusstseinserweiterung
81.03.14AU: BEWUSST - Medium Achim - 89
Die wichtige Rolle von Assoziationen
Jede Empfindung, die ein Mensch hat, ist ein Symbol für
etwas, das bereits in ihm liegt und nur noch wachgerufen wird. Durch die Eigenschaft,
immer Erlebnisse des Augenblickes mit Vergangenem zu verketten, gibt es keine absolute
Realität.

Ich darf euch heute Abend in unserer Runde
willkommen heißen.
Meine Aufgabe ist es, euer
Bewusstsein zu erweitern.
Die Erweiterung des Bewusstseins ist nicht, wie Ihr vielleicht in
diesem Augenblick denkt, eine besondere Technik, die es zu erlernen gilt, sondern der
Erweiterung des Bewußtseins geht ein Akzeptieren, ein Erahnen und Erspüren dessen
voraus, was es zu erfahren gilt.
Ihr erlebt Raum und Zeit in einer euch Menschen ganz eigenen Art und
Weise. Ich will versuchen mit einigen Beispielen in euch das wachzurufen, was mir wichtig
zu sein scheint. Nehmen wir einmal an, Ihr seid mehrere Personen und geht durch eine
Stadt. Ihr seht alle das Gleiche: ein Haus, einen Brunnen, eine Straße und trotzdem wird
jeder von euch anders empfinden. Denn wenn es darum ginge, dass jeder von euch schildern
sollte was er empfindet, hätte er Schwierigkeiten sein Empfinden zum Ausdruck zu bringen,
ohne zu sehr vordergründig zu werden.
Jede neue Erfahrung, wird durch eure bisherige Erfahrungswelt
gefiltert. Ihr seid ständig dabei, alles, mit dem Ihr in Berührung kommt, zu
vergleichen. Das heißt, Ihr seht nicht nur diese Häuser, an denen Ihr vorbeigeht,
sondern Ihr verbindet sie automatisch mit Erfahrungen, die Ihr bereits gehabt habt. Ihr
kommt zum Beispiel auf einen offenen, hellen Platz und in eurem Unterbewussten
stellt sich automatisch eine Verbindung her zwischen diesem Augenblick und einem
ähnlichen Erlebnis, das Ihr vielleicht vor geraumer Zeit auf diesem oder irgend einem
ähnlichen Platz gehabt habt. Ihr seht also diesen Augenblick nicht als einzelnes
isoliertes Erlebnis, sondern in einer überlagerten Art und Weise. Vielleicht wird es noch
deutlicher, wenn ich an Begegnungen mit Menschen erinnere. Ihr begegnet einem Menschen,
und automatisch ordnet Ihr ihn ein. Ihr verbindet ihn empfindungsmäßig mit anderen
Menschen, die in irgendeiner Weise dieser Person ähnlich sind, und mit denen Ihr bereits
Erfahrungen gemacht habt.
Kommt Ihr also mit irgend etwas in Berührung, so empfindet Ihr
automatisch diese Situation als sehr angenehm, als weniger angenehm, oder Ihr empfindet
gar Angst oder Hass. Ihr steht in der Stadt vor einem Haus, und Ihr fühlt etwas, was euch
hier nicht weiter verweilen lässt. In einer anderen Situation umgibt euch etwas Wohliges,
Angenehmes, ohne dass Ihr das Haus näher kennt. Ihr solltet solche Gefühle und
Empfindungen nicht beiseite schieben, denn es sind die Anfänge der Öffnung des geistigen
Auges. Es ist das Empfinden dessen, was wirklich geschieht.
Hier ist nun etwas Wichtiges zu beachten: Ein Versuch von uns
Schutzgeistern, euch Informationen über das für euch fassbare hinaus zu geben, läuft
nicht auf der Ebene, dass Ihr für gänzlich neue Schwingungen empfindlich werdet, sondern
er läuft auf der Basis, dass von euch schon einmal gemachte Erfahrungen wieder zu
Erinnerungen werden. Würdet Ihr die angenehme Empfindung beim Betreten dieses offenen
hellen Platzes weiter verfolgen können, so könntet Ihr feststellen, dass dieses Gefühl
aus einer vergangenen Zeitphase stammt und Ihr es schon einmal erlebt habt. Wir vermitteln
euch also nichts Neues, sondern wir rufen etwas wach, das in euch bereits einmal
stattgefunden hat.
Jede Empfindung, die Ihr macht, ist ein Symbol für etwas, das
bereits in euch liegt und nur noch wachgerufen wird. Ihr kommt an irgendeinen Ort, Ihr
seht und erlebt Dinge die nicht recht faßbar sind; denn dieser Ort ist nur ein
Schlüsselpunkt, ein Auslöser für Erinnerungen an etwas Verwandtes, das schon in euch
liegt. Nun liegt dieses Verwandte nicht nur in dem jetzigen Leben, sondern oft mehrere
Leben zurück.
Ihr sagt oft, es gäbe für euch kein Zurückerinnern. Nun, das ist
wahr und dennoch nicht wahr. Im Hinblick auf euer Vorleben bleibt in euch das Gefühl der
Zuneigung oder Abneigung zu bestimmten Dingen erhalten. Denn nur so könnt Ihr in Vorleben
gemachte Erfahrungen wieder verwerten. Ihr wisst zwar augenblicklich nicht, warum Ihr
diesem oder jenem zu- oder abgeneigt seid, aber Ihr habt einfach das dringende Gefühl in
euch, bei bestimmten Erlebnissen in dieser oder jener Weise zu reagieren. Dies ist ein
Teil eures Rückbewusstseins. Da diese Rückerinnerungen oft aus Zeiträumen stammen, die
euch nicht gerade als Helden in Reinheit und Schönheit zeigen würden, könnt Ihr froh
sein, dass diese Erinnerungsbilder euch nicht in ihrer vollen Stärke und Realität
berühren.
Es bahnt sich hier eine Problematik an, nämlich die des Nachgrübelns
in derartigen Erinnerungen. Wenn Ihr Menschen vor euch habt, die Ihr als depressiv
bezeichnet, dann besitzen sie die Fähigkeit, derartig wachwerdende Erlebnisse zu weit zu
verfolgen. Sie nehmen nicht nur das Gefühl auf: Hier ist etwas unangenehm für mich,
etwas was ich ablehne, sondern sie gehen automatisch diesen Gefühlen nach und erleben
teilweise jene verwandte Situation aus vorangegangenen Vorleben mit den entsprechenden
darangeketteten Problemen.
Es ist deshalb für euch wichtig zu lernen, diese Empfindungssymbole
aufzunehmen, aber auch gleichzeitig zu bewerten. Denn auf welcher Ebene Ihr in eurem
Rückerinnerungsvermögen im Moment ansprechbar seid, ist einzig und allein abhängig von
eurer augenblicklichen Stimmungslage. Ihr solltet euch deshalb bemühen, alles was Ihr
seht und erspürt, auf der möglichst höchsten Ebene zu erfassen. Wir als eure
Schutzgeister können auf alle Empfindungswerte zurückgreifen, die als Mittlerfunktion zu
eurem Verständnis dienen. Diese liegen entweder in vergangenen Leben oder in Zeiträumen,
die noch in Vollkommenheit erlebt worden sind.
Ich will versuchen, es euch weiter zu verdeutlichen: Jeder Gegenstand,
überhaupt alles, was Ihr auf der Erde als Materie seht, ist für sich allein
wertlos. Es ist zwar materiell da, aber es stellt nichts Existenzielles dar. Existenz und
Wert gewinnt es erst durch eure geistige Reflexion. Ich hatte eingangs erwähnt, wie Ihr
Menschen den Raum und die Zeit in einer ganz eigenen Art und Weise erlebt. So ist
es für euch unvorstellbar, ja unfassbar, daß diese Welt zu jeder Zeit und
gleichzeitig ganz verschiedene Realitäten besitzt. Nehmen wir irgendeinen Tag in
einem vergangenen Jahrhundert. Was bis zu diesem Zeitpunkt an irdisch Gestaltetem, an
Gebäuden, an materiell Sichtbarem vorhanden ist, ist im Ursprung nicht auf der Erde,
sondern in geistigen Schwingungsbereichen des Irdischen geschaffen worden. Es gibt also,
wenn Ihr es so wollt, eine Erde, die immer das vollkommene Bild dessen beinhaltet, was
hier im irdischen Bereich als Zerrbild vorhanden ist. Diese vollkommene Darstellung des
irdischen Zerrbildes wiederum ist nicht irgendwo im All, sondern ist innerhalb des
irdischen Bereiches selbst vorhanden. Wenn Ihr hellsichtig wäret und Ihr wie bei einem
Rundfunkgerät die Empfangsfrequenz verändern könntet, dann würdet Ihr nicht den
zerfallenen Bauernhof, nicht das eingestürzte Scheunendach, nicht die abbröckelnde
Kirche, nicht die schmutzige Straße sehen, sondern Ihr würdet jenen Bereich sehen, in
dem der Bauernhof schmuck, das Scheunendach sauber gedeckt, die Kirche vollkommen und die
Straße ordentlich gepflastert ist. Alles seht Ihr in seiner vollkommenen Ausdrucksform,
so wie es in einer harmonischen geistigen Welt ist, deren Zerrbild nur die Erde ist.
Warum gebe ich überhaupt eine Erklärung, die euch unfassbar bleiben
muss? Ihr sollt euch bemühen, bei allem was euch begegnet, nicht unbedingt nur die
materielle Realität sehen zu wollen, sondern auch das ebenso vorhandene geistige
Ursprungsbild. So wird es euch nach geraumer Zeit gänzlich gelingen, den anderen Bereich
zu sehen, wie er das diesseitige Materielle überdeckt und ausfüllt. Ihr werdet dann
nicht mehr in Trauer und Enttäuschung vor verfallenen Dingen stehen, sondern allein
dieses Verfallene wird euch ausreichendes Symbol und Anstoß dafür sein, das vollkommene
Ursprungsbild, das ebenso Realität ist, auch zu erfahren. Wenn Ihr diese
Wahrnehmungsfähigkeit entwickelt, dann werdet Ihr euch in einer ausgeglicheneren und
harmonischeren Grundstimmung bewegen.
Der Mensch sollte sich also nicht an den negativen Aspekten des
Verfalles und der Zerstörung orientieren, sondern er sollte sich immer bemühen, die
Lücken durch seine Phantasie zu ergänzen, das Zerstörte in seiner Phantasie wieder
aufzubauen um damit auf jenen Bereich eingestellt sein, wo das Zerstörte noch
ursprünglich erhalten ist. Der Vorteil eines derartigen gedanklichen Bemühens ist der,
dass Ihr eben das wirklich Schöne, das sich in allem Materiellen andeutet, immer mehr
erfahren lernt. Ihr könnt nun sagen: "Das ist ja außerhalb einer gewissen
Realität, das geht hinein in die Phantasterei und Träumerei. Ich will doch der Realität
und Wahrheit nicht ausweichen."
Nun, durch die anfangs beschriebene Eigenschaft, immer Erlebnisse des
Augenblickes mit Vergangenem zu verketten, könnt Ihr gar nicht real erfassen was
augenblicklich wahr ist, sondern Ihr könnt es entweder nur in Zusammenhang mit der
positiveren oder mit der negativeren Phase eurer Vergangenheit sehen. Im letzen Fall
werdet Ihr automatisch das schon morsche bröckelnde Gebäude noch verfallener, noch
chaotischer und zerstörter sehen. Eure Hellsichtigkeit und Empfindungsfähigkeit wird so
in jenen Bereich geführt, der dem Chaotischen mehr verwandt ist.
Nehmt einen hübschen Tisch mit einer abgebrochenen Tischkante. Was
seht Ihr an diesem Tisch? Seht Ihr die noch erhaltene schöne Form? Seht Ihr über die
abgebrochene Kante hinweg oder achtet Ihr auf diese Kante und ärgert euch über das
zerstörte, vielleicht einmal ganz schöne Stück? Immer gibt es für euch nur das eine
oder das andere. Nie aber kann es euch gelingen, das Ganze so zu sehen, wie es real ist.
Denn so wie es jetzt momentan real erscheint, ist es nie. Es ist immer nur eine
Übergangsform. Dauerhaften Bestand haben nur zwei Formen: Die vollkommene Form oder die
absolut aufgelöste Form, das Nichts. Je nachdem wie eure Stimmungslage, euer Empfinden,
eure Gemütslage ist, werdet Ihr dazu tendieren, mehr in der einen oder in der anderen
Richtung zu empfinden.
Ich weiß, dass meine Gedanken für euch im Augenblick nicht gleich
nachzuvollziehen sind. Ich weiß auch, dass es überhaupt schwierig ist, derartige Dinge
in Worte zu prägen. Aber ich gebe mich der Hoffnung hin, dass in dem Moment, wo Ihr euch
bemühen werdet, meine Gedanken zu verfolgen, es Euren geistigen Führern und Helfern
gelingen wird, in Euren Gefühlsbereich das hineinzulegen, was ich vielleicht nicht
auszudrücken vermochte.
So will ich mich von euch verabschieden. Dieser Abschied muß aber kein
endgültiger sein. Sobald sich meine Worte in eurem Gedankenbereich widerspiegeln und Ihr
versucht, meine Ausführungen nachzuempfinden, werde ich euch gern weiterführen. Nun
grüße ich euch in der Liebe unseres gemeinsamen Schöpfers.
Gott zum Gruß und Jesu Heil.
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