Gott zum Gruß und Jesu Heil!
Ich grüße euch liebe Geschwister mit der Liebe all derer, die
um euch sind. Sie sind mit dem ganzen Einsatz ihrer Liebe und Fähigkeiten um
euch bemüht. Ich erfülle ihnen einen Wunsch, indem ich euch einige Dinge
nahelege, die sie euch nicht selbst sagen können, um nicht in Euren freien
Willen einzugreifen.
Liebe Geschwister, es wird nun wirklich ernst. In diesen
Zeiten stehen alle Menschen und auch Ihr hier vor einer Weichenstellung. Ihr
habt euch zu entscheiden, welchen Weg und welche Richtung Ihr einschlagen wollt.
Jeder von euch erhält soviel Impulse und Hilfestellungen, sei es durch die Art,
wie euer Leben geführt wird oder durch die scheinbar zufälligen Begegnungen die
Ihr haben dürft. So müsstet Ihr eigentlich erkennen können, was die wahren und
wertvollen Dinge sind.
Auch die kleinste Handlung aus Liebe hat Ewigkeitswert, geht
im Verlauf der Zeiten nicht unter und verfällt nicht der Vergänglichkeit, auch
wenn Ihr durch die irdisch bedingte Begrenztheit vieles nicht im Gedächtnis
behaltet oder die Folgen nicht überseht. Dagegen verstärkt jede negative
Schwingung das Kraftpotential des Gegensatzes. Es ist ein Widerspruch in sich,
wenn jemand sagt, er will dem Nächsten helfen, und gleichzeitig sind seine
Gefühle nicht frei von irgendwelchen negativen Anklängen. Die Überlagerung
dieser Schwingung verdirbt natürlich jeden positiven Ansatz.
So ist es unendlich wichtig, sich selbst zu kontrollieren,
sich selbst im Auge zu behalten und alle negativen Ansätze zu neutralisieren.
Ich kann es nicht deutlich genug sagen: Jedes negative Empfinden schafft eine
Bindung an den Bereich, dem man eigentlich entrinnen möchte.
Negative Bindungen werden nur durch Liebe gelöst.
Liebe bedeutet im weitesten Sinn: Abstoßen alles Belastenden, für sich und für
den Nächsten. Bedenkt doch, was es bedeutet, wenn ein Geschöpf dem innersten
Sehnsuchtsfunken folgend durch den Heilsplan geführt wird, sich ein Stück
weit entwickelt und dann immer wieder aufs Neue den subtilen Heimtücken
gegensätzlicher Kräfte verfällt. Die einen fallen durch Eifersucht, die anderen
durch Neid; wieder andere fallen durch Hass oder auch einfach durch
Freudlosigkeit.
Genauso wenig, wie Ihr die Finsternis vertreibt, indem Ihr
versucht sie wegzublasen, genauso wenig entkommt Ihr dem Negativen, wenn Ihr
euch auf Negatives einlasst. Ihr könnt euch nur aus der Stufe der Erde
herauslösen, wenn Ihr die Dinge, die der Erde als Teil des Himmels gegeben sind,
in euch aufnehmt und sie euch zu eigen macht. Dazu ist das Leben als Mensch
nämlich da, das Empfinden für Harmonie und Schönheit zu lernen. Es ist ein Kampf
gegen Windmühlenflügel, wolltet Ihr euch die ganze Zeit mit Euren Fehlern und
Schwächen befassen. Für jeden Einzelnen ist seine Lebenssituation so
zugeschnitten, dass er auf dem schnellsten Wege das Optimum seiner Inkarnation
ausschöpfen kann. Nur er muss es auch tun! Er muss die Forderungen des Lebens auch
annehmen!
Sicher, Geschwister, Ihr wisst, dass es die Liebe Gottes ist,
die euch ständig neue Chancen und Wiederholungsleben gibt. Aber das kann doch
nicht im Sinn derer sein die einmal "Ja" gesagt haben, im Heilsplan zu wirken
und in die Jüngerschaft Christi einzutreten. Ich setze nicht voraus, daß Ihr
fehlerfrei seid, absolut nicht! Aber es entspricht nicht mehr eurer Stufe, an
bereits erkannten und vergangenen Problemen festzuhalten.
Euer Blick muß auf euer absolut nächstes Umfeld gerichtet
sein. Dieses Umfeld ist in erster Linie eure eigene Gedanken- und Gefühlswelt,
in zweiter Linie die Hülle, die euch für diesen Planeten mitgegeben wurde und in
dritter Linie euer persönliches Lebensumfeld. Und so lange sich in diesem
Umfeld, Störungen und Disharmonien im engeren oder weiteren Sinne als Krankheit
auswirken oder Lebensprobleme so kristallisiert werden, dass sie euch bewusst
werden, so lange ist dort euer Einsatzbereich. Jedes Nichtverarbeiten verlängert
die Situation und jede bewusste Annahme zieht die entsprechende geistige
Unterstützung herbei.
Ich kann euch nicht mehr als bitten: Nehmt diese Worte tief
in euch auf, bis sie euch grundsätzlich bewusst werden. Denn es darf nicht immer
so deutlich zu Menschen gesprochen werden. Es ist eine Folge dieser Gnadenzeit,
dort so deutlich werden zu dürfen, wo auch die geringste Chance besteht,
verstanden zu werden.
Es wäre nun völlig verkehrt, wolltet Ihr euch eure Gefühls-
und Gedankenwelt selbst diktieren. Damit arbeitet man nichts auf. Ihr müsst die
in euch wach werdenden Gefühle und Gedanken sehr genau betrachten und in euch
nachspüren, wo die Ursachen liegen. Könnt Ihr dann diese Ursachen lösen, so tut
es! Könnt Ihr diese Ursachen nicht lösen, so lasst niemals zu, dass sich das eine
oder andere negative Gefühl in euch festfrisst. Es würde sich so entwickeln,
dass
Ihr ihm nicht mehr Herr werdet. Dasselbe gilt für die Gedanken. Prüft genau, ob
bestimmte Gedanken dazu tendieren zu Ohrwürmern zu werden und Ihr euch damit wie
in einem Kreise dreht.
Umgekehrt könnt Ihr die beschriebene Gesetzmäßigkeit zum
Positiven benutzen. Es ist eine Sache der Selbstdisziplin, positive und
harmonische Gefühle so zu verstärken, bis sie zu einer unverlierbaren
Lebenshaltung werden. Und nur aus dem positiven Empfinden heraus lassen sich
Probleme meistern. Es ist bereits angesprochen worden, dass die Grundhaltung das
absolute Vertrauen zum Vater sein muss. Ohne diese Grundhaltung können sich
wahrhaft positive Gefühle nicht entwickeln. Das heißt nun nicht, daß jeder
Mensch, dessen Urvertrauen intakt ist, unbedingt eure Gottesvorstellung haben
muss. Das soll damit nicht ausgedrückt sein. Aber wenn jemand die Kultivierung
seines Geistes nicht vorantreibt, dann stagniert er. Stagnation, das wisst Ihr,
ist gleichbedeutend mit Fall. Entwicklung und Evolution ist ein kosmisches
Grundprinzip, und wer stagniert, handelt gegen die kosmische Grundordnung.
Gegebene Möglichkeiten werden nicht genutzt! Der betreffende Mensch wird dadurch
automatisch ärmer an Gelegenheiten. Gewohnheiten, die abgebaut werden
sollten, fressen sich so fest, und andere, die aufgebaut werden sollten, werden
nicht geübt. In der Bibel wird dieser Zustand beschrieben als die Sünde
die nicht vergeben werden kann, nicht etwa weil die Liebe des Vaters dazu
nicht ausreichen würde, sondern weil dieser Lern- und Erfahrungsprozess eben
nicht anders als durch Lernen und Erfahren vermittelt werden kann. Es ist eine
Sache der Erarbeitung, die irgendwann geleistet werden muß.
Liebe Geschwister, Ihr kennt alle diesen Zustand: Gewisse
Dinge erkennt man als positiv an, aber im Alltag sieht das Handeln nicht so aus.
Warum ist das so? - Ganz einfach, weil der geistige Wert von diesen Menschen
noch nicht in seiner ganzen Bedeutung erkannt wurde. Und daher werden von
gegensätzlicher Seite immer wieder andere verlockende Dinge in ein Leben
hineingespielt und so die Zielstrebigkeit gelähmt oder abgelenkt. Dabei ist es
in keiner Weise gesetzmäßig, daß das Leben eines Menschen wellenförmig verläuft.
Von der Rückführung her ist eigentlich eine geradlinige Rückkehr geplant. Es ist
immer der Mensch selbst, der sich zurückstoßen läßt. Das positive Wollen gilt in
der geistigen Welt nur dann als Wollen, wenn es bei der ersten Gelegenheit auch
in die Tat umgesetzt wird.
Genauso solltet Ihr es mit dem Gebet halten: Das Gebet soll
eine bewusste Kommunikation mit der höchsten euch erreichbaren Ebene sein. Es ist
die Ebene in der Ihr leben werdet, wenn Ihr von dieser Erde abgetreten seid. Mit
dieser Ebene könnt Ihr auch einen unbewussten Kontakt pflegen. Ihr empfangt von
dort Impulse, die euch helfen, eure Seelenstruktur an die dort herrschenden
Schwingungen anzugleichen. Es ist der Sinn und Zweck des menschlichen Lebens
überhaupt, das zu leben, was in einem liegt und sich die nächste Stufe
anzueignen.
Ihr spürt alle, daß eure derzeitige Ebene noch nicht
diejenige ist, die Ihr gesucht habt. Sie ist nur ein Bruchstück dessen, und Ihr
würdet eure Zeit vertun, wolltet Ihr euch darauf ausruhen. Wenn Ihr Erholung
sucht, dann sucht sie im Eintauchen in die Schwingungsebene eurer Schutzgeister.
Sie sind für euch da und für die Erfüllung eures Inkarnationsplanes
verantwortlich. Überlasst Ihr euch Ihnen, so vermitteln sie euch alle notwendigen
Elemente des seelisch-geistigen Aufbaues und zur Regeneration. Aber wie wollt
Ihr euch Ihnen überlassen, wenn euer Denken und Fühlen nicht auf sie eingestellt
ist? Ihr könnt nicht einfach sagen: "Ich überlasse mich jetzt in der Meditation
meinem Schutzgeist" um dann zu erwarten, dass diese Verbindung zustande kommt.
Wenn in eurem Innersten Gefühle der Angst, des Misstrauens, des Hasses oder des
Zweifels herrschen, verbarrikadieren diese jeden Einfluss eures Schutzgeistes,
der über das karmische Mindestmaß hinausgehen soll.
Ihr könnt nun fragen: "Wie empfinde ich die richtige
Schwingungsebene?" Im Leben von ehrlich Suchenden gibt es immer Momente, wo
diese sich einer geistigen Führung bewusst wurden. Verdeutlicht euch diese
Empfindung und bittet darum, dass für einen kurzen Zeitraum alles Negative von
euch entfernt wird, um besser in die Schwingung eures Schutzengels eintauchen zu
können. Sicher wird Negatives, solange es nicht aufgearbeitet wurde, wieder auf
euch zurückkommen. Ihr werdet aber gekräftigt und gereinigt, diesen Dingen
anders begegnen können. Das ist genau das gleiche was ein Medium macht,
bevor es in den Dienst geht. Es bittet darum, dass alles was im Wege steht,
beiseite geschoben wird. Das ist eine Gnade, die im Heilsplan generell gilt, um
überhaupt die Verbindung vom Niederen zum Höheren zu ermöglichen.
Wenn Ihr nach dem Gesagten mit euch selbst zu Rate geht, möge
das Licht des heiligen Geistes eure Bereiche erhellen, auf dass Ihr erkennen
könnt, wie Ihr seid und wie Ihr euch entwickeln sollt.
Gott zum Gruß und Jesu Heil.