Ich grüße euch in der Liebe unseres Meisters
und in der Kraft unseres gemeinsamen Schöpfers. Gepriesen sei der Schöpfer, gesegnet sei
der Meister, der seine Botschaft auf diesen Planeten trug. Gesegnet seien auch die, die
ihm vorangingen im Werk, damit sein Werk gelingen kann. So will ich euch berichten von
meinem Meister Gautama Buddha, dem Meister so vieler Mönche und Schüler. Auch er sei
gepriesen als ein Erleuchteter und Diener des Herrn.
Ihr lieben Erdengeschwister, Ihr wißt, daß viele Religionen diese
Welt tragen. Es ist jene Kraft, die eine Grenze zieht zwischen dem gegensätzlichen Wirken
und dem lichten Wollen. So hat auch unser Meister Gautama Buddha vor geraumer Zeit diese
Erde betreten, um dem Herrn und Meister dieses Planetensystems den Weg zu bereiten. Seine
Aufgabe war es, in den Menschen die Sehnsucht nach Frieden und nach Glück wieder
wachzurufen.
Ihr werdet euch vielleicht fragen, warum man diese Sehnsucht denn erst
wachrufen muß. Liegt sie denn nicht in jedem Menschen? Nun, das war einmal so, als wir
noch in der Vollkommenheit des Vaters weilten. Dann aber, als wir uns von der Harmonie aus
freiem Willen lösten, änderten sich auch unsere Interessen und Neigungen. Unsere
Vorstellung vom Sinn des Lebens wandelte sich und zielte auf den Punkt, der wir selbst
sind. Wir sahen uns selbst immer mehr als Wichtigstes und als Mitte. Dadurch entstand das,
was Ihr heute als Egoismus bezeichnet. Der Egoismus ist die größte negative Kraft, die
es in der Schöpfung gibt. In dem Moment, in dem ein Geist sich selbst in den Vordergrund
stellt, sein eigenes Schaffen und Wirken als das Wichtigste ansieht, hat er den ersten
Schritt heraus aus der Gemeinschaft und hin zum Alleinsein in der Disharmonie getan. Aber
warum muß denn Egoismus gleich auch Disharmonie sein, könntet Ihr euch fragen.
Es gibt ein großes geistiges Gesetz. Dieses Gesetz besteht darin, daß
alle Energie, die von Gott dem Schöpfer ausgeht, die Geschöpfe durchströmt und von dort
wieder zu ihm zurückfließt. Die Schöpfung im Ganzen ist wie ein Perpetuum Mobile, in
dem kein Quäntchen Energie verloren geht sondern nur gewandelt und neu geformt wird.
Und so durchbricht dasjenige Mitglied der Gemeinschaft diese
energetische Kette, das seinem eigenen Willen gänzlich folgt und sich aus der
Gemeinschaft löst. Dieses Durchbrechen führt dazu, daß sich am Anfang die Energie in
ihm staut und er dadurch scheinbar in der Lage ist, Dinge zu schaffen, die er in der
Gemeinschaft nie zu schaffen imstande gewesen wäre. Dies ist einer der Punkte, der euch
bekannt sein muß, wenn Ihr verstehen wollt, warum es überhaupt zu dieser Loslösung von
Geistern aus der göttlichen Harmonie und zum Geisterfall kam. In dem Moment, indem es dem
Geist gelingt, die göttliche Energie und Kraft ganz auf sich zu konzentrieren, sich aus
dem Energiefluß auszuschließen, wird er in die Lage versetzt, Unvorstellbares zu
leisten. Seine Schöpfungen gewinnen scheinbar an Gottähnlichkeit, und er selbst steht
immer mehr im Kraftfeld dieser ungeheuren Energie. Er beginnt sich selbst als Gott und als
Schöpfer zu sehen und läuft in kürzester Zeit Gefahr, den Unterschied zwischen sich und
dem Schöpfer selbst nicht mehr zu erkennen. Er sieht sich selbst als Gott, und Gott,
seinen eigentlichen Schöpfer, vielleicht noch als einen ihm Gleichgestellten, nie mehr
aber als einen ihn Führenden und Leitenden.
Dieses Stadium haben wir alle als gefallene Geister durchlaufen. Es war
anfangs ein faszinierendes Stadium. Denn all unser Wissen konnten wir nun ohne Rücksicht
auf andere in die Tat umsetzen. Unser Schaffen war von einer Eindruckskraft, wie wir sie
selbst vorher nie gesehen hatten. Die Reife unseres Geistes erzeugte immer größere,
immer verblüffendere Werke. Davon beeindruckt schien unser Wollen keine Grenze zu finden.
Aber bald geschah etwas, das immer dann passieren muß, wenn ein Geist
nur für sich selbst schafft und nicht abgibt: Die Energie reflektiert sich in ihm selbst
wie in einem Spiegelzimmer. Die Stellung und die Form der Spiegel, welche die Strahlen
verändern und modifizieren, stellen den Geist selbst dar. So ist die Unreinheit und
Unvollkommenheit seiner eigenen Persönlichkeit jenes Energiefeld, jene Kraft, die zu
einer Verlenkung und Veränderung der Strahlen führt. Und so verändert sich der Geist
durch sich selbst. Und da er als solcher nicht vollkommen ist, muß auch das, was er
gestaltet, in der Reflexion von mal zu mal unvollkommener werden. Denn jedes Werk trägt
die Unvollkommenheit seiner eigenen Person. In jeder weiteren Fortsetzung multipliziert
sich die Unvollkommenheit.
Dieser Punkt ist in seiner Gänze dann erreicht, wenn der Geist in sich
selbst gebannt, in den tiefsten materiellen Welten und dichtesten Sphären gebunden ist.
Er braucht nicht dort hingetragen oder hingeführt werden, nein, er selbst verdichtet sich
so, daß er nur an diesem Ort eine Aufenthaltsmöglichkeit und eine Wohnstätte findet.
Auch euer Planetensystem trägt in sich alle sieben Verdichtungsstufen. Diese
Rückentwicklungsebenen waren am Anfang zunächst nur Fallstufen oder
Abentwicklungsstufen. Unzählige Sphären wurden von den liebenden Geschwistern in den
verschiedenen Verdichtungsstufen geschaffen. Diese Geschwister ahnten und rechneten
voraus, welche Verdichtungsvariante sich bei jedem Einzelnen ergeben wird und wie nun der
Planet aussehen müßte, damit jeder eine Heimat und Lernmöglichkeit vorfinden kann. Das
ist genauso, wie wenn Ihr heute irgendwo in einer lebensfeindlichen Wüste eine Oase bauen
würdet, in der es ausreichend Wasser, Lebensmittel und Häuser gibt. Ihr baut diesen
lebensspendenden Ort, weil Ihr wißt, daß bald Geschwister von euch aufgrund des Weges,
den sie gehen, an diesem Platz vorbeikommen werden. Hier sollen sie Ruhe, Besinnung und
lebensnotwendige Erholung finden können.
So ist nur Liebe und Hilfsbereitschaft der Motor für die Gestaltung
der verschiedensten Heimatsphären gewesen. Im Ursprung waren diese Heimatsphären zwar
derb materiell, aber dennoch von einer vollkommenen Grundcharakteristik bestimmt. Was Ihr
heute auf dieser Welt bei den kleinsten Lebewesen bis hinauf zur Krone der Schöpfung als
Krankheit, Not, Leid und Disharmonie kennt, ist das zerstörende Werk derer, die dann von
diesem neuen Heimatplaneten Besitz ergriffen. Dieses Bild wird euch gezeigt in eurer
Heiligen Schrift, und es wird auch in unserer Schrift erwähnt: Es ist der Augenblick, in
dem der Mensch nach dem Apfel der - nennen wir es Selbstverwirklichung - greift. Nicht der
durch die Natur vorgegebene und vorgeplante Weg der Entwicklung, sondern ein eigener Weg
löst das Geschöpf erneut aus der liebenden Kraft, die ihn zurückführen will. Und so
wird aus dem Paradies Erde der Planet Chaos, wie er heute bei uns heißt.
Und Ihr, liebe Geschwister, müßt auf dem Planeten Chaos leben. Er ist
im Augenblick Ausdruck eurer adäquaten, selbsterarbeiteten Schwingungsform. Ihr lebt aber
auch auf diesem Planeten, weil Ihr in der Lage seid, göttliche Liebeskräfte an
diejenigen weiterzugeben, die heute an der Grenze stehen zwischen der Verdichtungsform
dieser Erde und der des nächst tieferen Planeten. Es ist keine Strafe, was die nächste
Zeitenwende bestimmt, sondern eine notwendige Gesetzmäßigkeit. Sie soll alle auf eurer
Stufe vor der Derbheit derer schützen, in deren Herzen nur der krasse Egoismus schwingt.
Diese Menschen werden bald auf der Schwingung und Dichte dieses Planeten keine Heimat mehr
finden können. Sie werden hier sterben, um in der noch dichteren Stufe des nächsten
Planeten wieder geboren zu werden.
Denkt immer an die Ursache allen Übels: an den Egoismus. Und wehe dem,
der je den Weg der Selbstverwirklichung ergreift. Er ist irregeführt und zum Narren
gehalten. Bedenkt was das heißt: "Sich selbst verwirklichen", wenn man selbst
noch unvollkommen ist! Was wir aber können sollten, ist die Vollkommenheit des Schöpfers
in uns zum Durchbruch zu bringen, seine Meisterschaft nachzuahmen durch die Liebe, die er
uns täglich neu schenkt. Nun werdet Ihr euch fragen, wie ich, der ich eindeutig Buddhist
bin, genau das Gegenteil von dem sagen kann, was meine Lehre heute verbreitet.
Ihr sprecht von Christus und von Satan als seinem Widersacher. Doch
meint Ihr denn nicht, wenn ein Meister wie der unsere, der hochgeachtete Gautama Buddha,
diese Welt betritt, daß nicht auch für ihn einer da ist, der versucht, sein Werk zu
hemmen und zu blockieren? Ja, es hat ihn gegeben, und er war inkarniert wie der Meister
selbst. Er ist sogar eine zeitlang sein Schüler gewesen. Er versuchte später die Mönche
zu verführen und zu verleiten. Er ist es heute, der die Schar derer anführt, die nur mit
dem Munde dem Meister folgen und mit dem Herzen dem Chaos dienen. Betrachtet eure eigene
Religion und schaut, wieviel von dem, was der Meister sagte, bei euch Wirklichkeit ist. So
dürft Ihr euch auch nicht wundern, wenn es bei noch unreiferen Menschen eine noch
geringere Zahl ist, die das wahre Wort des Meisters Gautama Buddha erkannt haben. Das
heißt aber nicht, daß sein Werk verloren wäre. Es sind doch viele gewesen, die den Sinn
seines Werkes erkannt haben. Ich denke dabei an Konfuzius, der einstmals einer seiner
engsten Jünger war. Er hat als Vorreiter von Johannes dem Täufer Christus mit den Weg
geebnet. Sie alle sind vereint in dieser Zeit, in der alles um die Erde ringt, in der sich
alles fragt, ob aus dem Planeten Chaos nun bald ein Planet des Friedens werden wird, und
alles zittert und bangt um die unumgänglichen Reinigungsphasen, die der Planet nun
durchlaufen muß. Alle wünschen, daß es den irdischen Geschwistern gelingen möge, sich
soweit der Gotteskraft zu öffnen, damit die Stürme des Chaos an ihnen vorbeiwehen
werden.
So segne euch der Allmächtige, der Schöpfer des Lichtes, der
Schöpfer der Reinheit und Vollkommenheit.
Sein Wille geschehe.