Gott zum Gruß und Jesu Heil!
Liebe Geschwister, Erkenntnisse bekommt Ihr nicht geschenkt. Dies ist
an sich eine Binsenweisheit, was sich sogar in euren Sprichwörtern widerspiegelt. Sie
soll heute Abend Gegenstand unserer Betrachtung sein.
Erkenntnisse müssen errungen und erkämpft werden. Von unserer Seite
her wird alles getan, um Euch viele Lernmöglichkeiten und Chancen zu geben. Es liegt aber
an euch, dass das Erlebte auch zur Erkenntnis wird. Es ist gut, wenn Ihr euch immer wieder
kontrolliert und fragt: "Habe ich die Lektionen des Tages verstanden, habe ich sie
auch in mein Innerstes als Erfahrung hineingelegt oder war ich froh, etwas Unangenehmes
schnell wieder vergessen zu dürfen?" Es ist gut, wenn Ihr für das, was Ihr erfahren
habt immer wieder ein Resumée zieht.
Lernt lieber langsam und sicher als schnell und oberflächlich. Nur
das, was hier auf der Erde in eure innerste Tiefe vorgedrungen ist, das bleibt euch auch
nach dem irdischen Tod erhalten. Das was ihr an der Oberfläche nur mitbekommt, geht Euch
wieder verloren, weil es euch nicht geprägt hat. Es ist dann so wie ein Kreidestrich auf
einer Oberfläche, der sehr leicht mit dem Schwamm der Zeitveränderung, der
Raumveränderung oder einfach infolge neuer Interessen wieder gelöscht wird. Dieser
Kreidestrich hatte nichts an dem Untergrund verändert, auf den er gezeichnet wurde.
Es geht in der Entwicklung eines Menschen nicht darum, schnell
vorwärts zu schreiten, sondern das gänzlich zu verwerten, was er fähig ist aufzunehmen.
Ihr solltet hier beispielhaft sein gegenüber den Geschwistern, die nur sammeln und
sammeln. Sie haben Hunderte von Büchern über die gleiche Angelegenheit gelesen, aber
trotzdem hat sich nichts in ihrer Tiefe geändert, weil es sie nicht geprägt hat. Diese
Geschwister glauben, wenn man gut zuhört und viel liest, dann ist es auch in der Seele
festgehalten. Das ist aber ein großer Irrtum. Wissen kann nur dann hilfreich sein,
wenn es im Alltag umgesetzt wird und diese Erfahrung unauslöschbare Spuren in der Seele
hinterlässt. Diese Spuren müssen so tief sein, dass sie auch dann halten, wenn
Veränderungen oder gar Einschränkungen in das Leben treten.
Probleme, Krankheiten sind Resonanzen zu dem, was man
geistig und seelisch aufgebaut hat. Auch das Alter ist nicht etwa eine Krankheit
oder Schwäche! Alter ist nur ein Konzentrat dessen, was ich gelebt habe. Es ist so
wichtig, liebe Geschwister, dass Ihr euch Gedanken macht über alles, was Ihr an Wissen
und Erfahrungen jeden Tag erhaltet. Zu eurer Hilfe könnt Ihr euch Notizen machen und
euch
dabei von verschiedener Seite her einmal befragen, wie Ihr in den Begegnungen des Tages
reagiert habt, was ihr gesagt habt oder was ihr empfunden habt. Fragt euch: "Habe ich
das, was ich eigentlich weiß auch konsequent umgesetzt?". Liebe Geschwister, wenn
Ihr etwas nicht mit allen Konsequenzen begriffen habt und umsetzt, dann ist es nicht in
eure Tiefe vorgedrungen und Ihr werdet es wieder verlieren. Vielleicht wisst Ihr noch
einiges nach Eurem irdischen Tod, aber spätestens in der nächsten Inkarnation steht es
nicht mehr zur Verfügung und ist endgültig verloren.
Es ist einfach zu schade für diese wertvolle Zeit und zu schade für
das, was euch im Übermaß von uns und unseren geistigen Geschwistern geschenkt wird.
Liebe Geschwister, wer so viel bekommt, sollte versuchen, so viel wie möglich davon in
seine Tiefe vordringen zu lassen. Denn nur so kommt ihr weiter und seid fähiger, im
Heilsplan zu wirken. Liebe Geschwister, wir brauchen für den Heilsplan Christi Mitarbeiter.
Und ein Mitarbeiter von Christus zu sein heißt: All das, was auf euch zukommt, verwerten
und um Erkenntnis ringen. Das allein ist der Wert den ihr habt und den euch auch niemand
mehr wegnehmen kann. Wenn ihr jedoch etwas gelesen habt und habt es nach einigen Tagen
oder Wochen wieder vergessen oder müsst nachschauen, dann war es noch nicht mehr in
euch, dann
ist es nicht spontan abrufbar. Wenn Ihr euch aber so damit beschäftigt dass ihr jederzeit
sagen könnt: "Ja, ich habe diesen Artikel gelesen, und ich weiß was damit ausgesagt
wurde", nur dann ist es wirklich in euch. Auch wenn kompliziert gestellte Fragen dazu
kommen, müsst ihr es abrufen können. Wenn ihr nur sagen könnt, ja, da hat es mal so
einen Artikel über die Demut gegeben, aber so genau erinnere ich mich nicht mehr daran,
liebe Geschwister, dann habt ihr es euch nicht erarbeitet, dann habt ihr es aufgesogen, so
wie man Luft holt, um es beim nächsten Atemzug wieder abzugeben. Wir wünschen uns so
sehr, dass dieses bei euch nicht passieren wird.
Ich freue mich, dass ich das euch heute sagen konnte und auf die
weitere Gemeinschaftsarbeit von hüben und drüben. Ich bin mir sicher, dass wir vieles
gemeinsam aufbauen können und wir euch Anregungen zu Neuem geben können. Wichtig ist:
euer Wollen und eure Ernsthaftigkeit, dies alles in die Tat umzusetzen. Ich grüße
euch
in Freundschaft und der Liebe Jesu Christi.
Gott zum Gruß und Jesu Heil.