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77.03.27AU Medium:Eva
Die Mission Christi

Die Bitte, dass Gott euch
als seine Kinder wieder annehmen möge, ist längst erfüllt (s.
Anmerkung 2). Ihr seid
schon immer seine Kinder gewesen und er hat sich nie auch nur einen
Augenblick von euch abgewandt. Aus seiner unendlichen großen Liebe
und Zuneigung ist der Heilsplan entstanden. Dieser Plan, der in
seiner Größe und Vielfalt für jedes seiner Kinder die Möglichkeit
bietet, so schnell wie möglich wieder zu ihm zurückzukommen. Aus
diesem Grunde war es notwendig, dass sein Sohn die Gefangenlager
Satans geöffnet hat, damit diejenigen, die zurück zum Vater wollten
auch zurückkehren konnten.
Ihr
könnt euch aber keine Vorstellung davon machen, unter welchen
Bedingungen dies von statten ging. Was ich euch jetzt mitzugeben
versuche, ist dies: Der Leidensweg Christi, beginnt nicht erst am
Palmsonntag oder am Gründonnerstag, nein er beginnt bereits an
Weihnachten, bei seiner Geburt.
Vielleicht werdet ihr
erahnen können, was für Christus der Schritt in die Menschwerdung
bedeutete. Wohl empfand es das heranwachsende Kind noch nicht so
stark, doch waren bei ihm schon in der Kindheit alle Anlagen
angelegt, um mit dem Vater eins zu sein. Ihr habt in der Bibel nur
eine kleine Andeutung dessen in der Geschichte als Jesus im Tempel
zurückblieb. In seiner ganzen Kind- und Jugendzeit traten Konflikte
auf zwischen seiner sich entwickelnden Medialität und mit dem was er
von der materiellen Welt wahrnahm. Je älter und reifer er wurde,
desto mehr wurde er von Geistwesen dafür geschult, was er als
Erwachsener vollbringen sollte.
Stellt euch seine
Pubertätsjahre vor. Rein körperlich und seelisch war alles in ihm im
Umbruch, wie bei jedem anderen Jungen in seinem Alter auch, aber
dazu war er bereits hellsehend, hellhörend und hellfühlend. Er
erlebte die Angriffe der gegensätzlichen Kräfte und auch Belehrungen
und Tröstungen von seitens der guten Geisterwelt, ohne dass ihm
jemand näher darüber Aufschluss geben konnte. Er war mit diesem
Zwiespalt bereits allein. Auch er unterstand dem Gesetz der
Materie, die eine konkrete Erinnerung verhüllt und nur Ahnungen und
Empfindungen Raum lässt. Er wurde bereits im frühen Jugendalter auf
Belastungen hin geschult. Ganz abgesehen davon, dass die rein
materielle Situation auch kein ganz sorgenfreies Leben
gewährleistete. Es gab wohl noch nie einen Jugendlichen, der so
unter den Anfechtungen und Zweifeln zu leiden gehabt hatte wie
gerade er. Wer konnte ihm denn sagen, dass das, was er hellsehend
und hellhörend wahrnahm tatsächlich Realität war? Er war immer in
Gefahr sich sagen zu müssen nicht normal zu sein und unter
Halluzinationen zu leiden. Versucht nachzuempfinden, was dieser
jugendliche Jesus durchgemacht hat. Und wofür hat er das
durchgemacht? Nur aus lauter Liebe und Demut denen zu helfen, die
als seine Geschwister zum Vater zurückwollten.
So begann er seine
Lehrtätigkeit. Er teilte das mit, was er vom Vater wusste. Er lehrte
dies, wurde aber fortwährend und pausenlos von Geistern des Zweifels
belagert. Er musste sich ständig im Gebet neue Kraft und neue
Bestätigung seiner Mission holen. Es war ein ständiger und
zermürbender Kampf, bei dem es für ihn um die Frage ging, ob er
wirklich der von Gott gesandte Messias war oder ein
Größenwahnsinniger. Von daher waren die Wunder, die für das Volk
geschahen, damit sie zum Glauben kamen auch jedesmal für ihn ein
Beweis und ein Geschenk, wenn er wieder seiner Mission treu
geblieben war und sich nicht von den Geistern des Zweifels
niederringen ließ.
Ihr, die ihr mir hier in
dieser Runde zuhört, seit ebenfalls Versuchungen ausgesetzt, aber
ihr seid weder hellsehend noch hellhörend, so dass ihr nicht so
leicht auf diese Weise angreifbar seid.
Er aber konnte die
Schicksale der Menschen sehen. Er konnte die Geistwesen sehen, die
diese Menschen und ihn selbst umgaben. Er konnte beobachten, wie von
der gegensätzlichen Seite versucht wurde jedes Wort das er sagte und
das belebend sein sollte, wieder zu vernichten.
Vielleicht könnt ihr euch
hineinfühlen, wie scheinbar gering, ja fast aussichtslos das Wirken
Jesu gegenüber der herrschenden Macht einerseits und der
Bequemlichkeit, dem Desinteresse und Unverständnis des Volkes
andererseits erschien. Sicher sind viele ihm nachgelaufen, die
Wunder haben sie natürlich fasziniert, aber hatten sie ihn damit
verstanden? Ja selbst wir hatten ihn oft nicht verstanden und haben
ihn sicher oft mit unserem Unverständnis traurig gemacht. Unser
bestes Wollen reichte nicht dazu aus, das aufzuarbeiten und
anzunehmen was er uns gegeben hat.
Versucht euch in die
Situation Jesu hineinzudenken: Ein neues Gedankengut,
das höchste das den Menschen der Erde gegeben werden konnte, sollte
durch ihn in diese so ungünstige Situation hineingepflanzt werden.
Wie viel Unverständnis, Hass und Lieblosigkeit wurde ihm entgegengebracht und wir hatten dabei nie nur einen Moment den Eindruck,
dass er müde, der Sache überdrüssig oder auch nur gereizt gewesen
wäre. Das ist uns auch heute immer noch unbegreiflich. Er hatte ja
keine Minute Ruhe vor den Angriffen von gegensätzlicher Seite. Es
ist in der heiligen Schrift kurz angedeutet in diesen drei
Versuchungen nach der Zeit in der Wüste. Aber glaubt mir: diese drei
dort beschriebenen waren die geringsten Versuchungen für ihn. Die
weitaus schwierigeren seelischen Probleme, die sich schwer oder
überhaupt nicht in Worte fassen lassen, sind nicht in der Bibel
erwähnt. Kein Wort würde die Schwere und Tiefe dessen auszudrücken
vermögen, was er durchzustehen hatte und durchstehen musste, wollte
er den letzten Kampf bestehen, der sich in seinem materiellen Leben
als Mensch abspielen musste. Diese ganzen Kämpfe zuvor in den
geistigen Bereichen wurden stufenweise auf diesen Endpunkt
hingeführt. Die Hölle glaubte zwar, sich an ihm austoben zu können,
aber der Vater hatte es genau bestimmt und gelenkt. Jesus wusste
auch durch seine mediale Veranlagung und seine Hellsichtigkeit, dass
dieses Leiden auf ihn zukommt. Er sah es in seiner ganzen Schwere
und Tiefe voraus und nur seine Demut und sein Gehorsam haben ihn
befähigt dieser Mission weiter zu folgen. Dieser stufenweise Aufbau
der Kämpfe war es ja, was ihn in den Tod trieb. Er war sich dessen
voll bewusst.
Wenn ihr erlebt hättet, mit
welchem Ernst und überströmender Liebe er sich uns beim Abschiedsmahl
angenommen hat – es war fast nicht durchzustehen. Wir waren
alle davon zutiefst erschüttert. Wir ahnten, dass etwas
Fürchterliches auf uns zukommt würde und wir spürten auch, wie er
innerlich litt, aber es war keiner von uns in der Lage ihm zu
helfen. Es war ja bereits so, dass er beim ganzen Abschiedsmahl von
Gegensätzlichen gequält wurde, dass sie versuchten ihn am beten zu
hindern damit ihm auch diese Kraftquelle versagt bliebe. Es wäre
unsere Pflicht gewesen, für ihn einzutreten, für ihn zu beten. Doch
auch wir waren wie lahmgelegt. Diese fürchterliche Leere und das
sich nicht konzentrieren können wird ebenfalls nur kurz angedeutet
in der Geschichte vom Ölberg, wo alle schliefen. Es war kein
normaler Schlaf und wir waren unfähig uns diesem Einfluss zu
entziehen.
Alles was die Hölle an
Grauen bieten kann, musste hellseherisch, hellhörend und hellfühlend
in seinen Seelenbereich eindringen. Denn, wenn er Sieger blieb,
musste und sollte sich der Kampf bis in die tiefsten Höllensphären
ausweiten. Ihr müsst wissen: Um in Höllensphären überhaupt
eindringen zu können, musste die Feinstruktur seiner äußeren
Seelenhülle so verändert werden, dass er sich dieser Umgebung
anpassen konnte. Dies gilt für jeden Geist, auch für den Reinsten.
Und dazu war dieser fürchterliche Kampf am Ölberg notwendig: Er
musste die gesamte Hölle in sich aufnehmen.
Doch dieser Kampf war damit
nicht abgeschlossen. Nach seiner Gefangennahme wurde er noch
fortgeführt, wirkte aber dadurch verstärkt, dass durch die körperliche
Folter das Nervensystem so zerrüttet war, dass der geringste Angriff
um ein Vielfaches verstärkt wirkte. Ich weiß nicht, wie ich es euch
begreiflich machen kann, wie intensiv ich es in euch hineinlegen
soll, was er an Fürchterlichem durchzumachen hatte um seine Mission
durchzustehen: In seiner körperlichen und seelischen Qual immer
noch daran zu glauben, dass er der durch den Vater gesandte Messias
ist. Es war nur ein winziger Schritt zu glauben, dass die positive
Geisterwelt, die ihn bisher gelenkt, geführt und getröstet hatte in
Wirklichkeit die negative war, die ihn ja mit allen Mitteln in den
Tod manövrieren wollte.
Es ging ihm genau so wie
euch, wenn ihr euch manchmal fragt, ob eine neue Idee die ihr habt
oder eine Lebenschance die sich euch zeigt, ein Wink eures
Schutzgeistes ist oder ob es eine Verlockung des Negativen ist um
euch in eine Falle zu locken. Versucht es nachzuempfinden, was es
heißt, körperlich am Ende, seelisch ständig mit unguten Gedanken und Zweifeln
bombardiert zu werden und dann immer noch dieser Mission treu zu
bleiben. Es war nicht so, wie manchmal angenommen wird, dass er über
dem körperlich Schmerz stand. Seine Aufgabe war es, die Hölle zu
besiegen und aufgrund dieser Aufgabe wäre ihm die Fähigkeit, sich
über den Schmerz hinwegzusetzen, eine zusätzliche Gefahr geworden
diese Möglichkeit auszunutzen und damit der Aufgabe nicht ganz
gerecht zu werden. Und er hat es geschafft! Er hat es geschafft mit
Liebe und Zuneigung denen gegenüber zu reagieren, die ihn folterten
und töten wollten und er hat es gegenüber denjenigen geschafft, die
ihn vom Geistigen her zerstören wollten und mit all ihrem Grauen
überzogen.
Seit seinem Sieg über die
Hölle erfüllt er sich ein ganz persönliches Anliegen. Er selbst
vermittelt all denen, die sich um eine ehrliche Nachfolge bemühen
und darum beten seine ganze Hingabe, Demut und wahre
Selbstlosigkeit. Diese Möglichkeit steht auch euch offen und es
bleibt euch überlassen diesen direkten Anschluss an ihn zu suchen,
damit er ohne Hindernisse durch euch wirken kann für all die
Geschwister, die noch der Mittlerschaft bedürfen, sei es im
materiellen oder im geistigen Leben.
Und so bitte ich euch, geht
das Gesagte nochmals gemeinsam durch, dass es sich einprägt. damit
ihr das eine oder andere in eurem Leben im Denken und Fühlen
einbeziehen könnt.
Und so segne ich euch, ihm
Namen des Vaters, in der Liebe des Heilandes, die alles überwindet
und in der Kraft und Macht des Heiligen Geistes, der euch führt und
leitet und bitte euch: Pflegt auch tagsüber immer wieder diese
gedankliche und gefühlsmäßige Verbindung zu euren Schutzgeistern,
damit sich eure Inspiration entwickelt und ihr dadurch fähiger
werdet die Impulse, die wir euch geben aufzunehmen, richtig zu
deuten und sie dann auch umzusetzen.
Gott zum Gruß und Jesu Heil
Anmerkung 1: Der Sprecher hatte sich nicht mit Namen vorgestellt.
Der Zuhörerkreis war sich aus dem Redestil und Vergleich mit
anderen Gesprächen ziemlich sicher, dass
er Johannes der Jünger war.
Anmerkung 2: Diesem Vortrag vorangegangen ist ein
Vaterunserliedlied mit einem Textteil „Du unser Vater, der du bist im Himmel,
nimm Du uns als deine Kinder an....“
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